Hella betrachtet die Erde von außen:
„Als ob an den Polen sich Masse konzentriert und mit Wasser in einen Wirbel gerät, während es am Äquator zu Brechungen kommt, zu Wasserfontänen, Riesenwellen, als würde aus der Erde quasi das Gewicht nach außen gehen. Ja, es ist wie eine schnelle Bewegung, wie Wirbel, die das Wasser um den Äquator herumwirbeln. Die Kontinente wirken lächerlich klein und werden immer kleiner, wie Inseln.“

Dieses letzte Bild scheint die Überschwemmungen nach der Springflut zu beschreiben,
Näher an der Erde, im Detail betrachtet, zeigt sich folgendes Bild:
„Ich sehe jetzt, dass ich auf Spanien zusteuere, und es sieht genauso aus, wie auf dem Globus; ich sehe auch Italien und England. Die Küstenlinien von Italien und Spanien sind auffällig klar: es ist, als ob ein Riesenbagger vom Meer aus alles hingeschaufelt und aufgeschichtet hätte, so dass es ganz grade nach unten geht. (.,) Es ragt etwa drei Meter hoch über den Meeresspiegel. Zum Landesinneren ist es dann erst mal ganz flach – ich bin jetzt hier in Spanien. Ganz viel Geröll. Ich sehe erst mal keinen Baum, es sieht irgendwie tot aus. (Christiane)

Berichte von einer Flut hatte ich in Küstenstädten erwartet, aber auch in Stuttgart und Tübingen berichteten Teilnehmerinnen von einer Flut. Auffällig viele gab es in Berlin. Wie war das zu erklären? Zu Denken gab mir auch, als zwei Freundinnen unabhängig von einander den gleichen Traum erlebten; beide sehen im Traum, wie sie sich im westlichen Außenbezirk von Berlin befinden und plötzlich eine riesige Wasserwand auf sie zustürzt.

Berlin liegt etwa 150 km von der Ostsee und etwa 350 km von der Nordsee entfernt und nur 33 Meter über dem Meeresspiegel. Das Gelände entlang der Elbe zwischen Berlin und der Nordsee ist flach: Lüneburg liegt nur 11 Meter, Uelzen nur 32 Meter über Meer. Auch die Vereinzelten Hügel von etwa 170 Metern Höhe sind für eine Wasserwand von 200 bis 500 Meter Höhe kein Hindernis. So gesehen könnte sogar Berlin von der Flutwelle erreicht werden.

Danach würden die Wassermassen wieder ins Meer zurückfließen. Mir scheint, dass Felix ein solches Zurückfließen beobachtet; er steht in einer Bucht:
„Das Wasser ist ganz aufgewühlt, links und rechts sind Felswände, an die die Wellen heran donnern. Der See, den ich vorhin sah, muss hinter mir sein, das Land liegt höher (als das Meer). Jetzt kommt so was wie ein Wasserfall runter, oder ist es das Meer, was vertikal steht? Nein, es ist ein Wasserfall. Es ist eine Dreckbrühe: alles mögliche rauscht da runter in’s Meer. Grün, Bäume, Häuser rauschen da runter. Das Wasser vom Land reißt die ganzen Sachen runter ins Meer. Es ist wie die Sintflut, das ist schon mehr als ein Sturm. Du siehst überhaupt nichts mehr, da ist nur noch Gischt, da fließt die ganze Suppe rein. Einiges hält sich fest an dieser Felsenküste. Jetzt hat es aufgehört. (…)
Jetzt klettere ich mal die Felswand hoch zum Plateau.
Die Sonne scheint wieder. Aber jetzt ist der gesamte Sand weg. Nur noch spitze Steine sind da, alles trocken, aber es wird schon wieder grün jetzt. Überall kleine Pfützen, jetzt ist da schon Moos.“

Später, als Felix die Umgebung von Flensburg beschreibt, fäll auf, dass es dort keine alles vernichtende Flut gegeben hat. Nimmt man an, der Atlantik breche über die Nordseeküste herein, so wird auch die Ostsee demselben Impuls folgen und nach Osten hin das Land überfluten und nicht in entgegengesetzter Richtung.

Was man beim ersten Lesen als Widerspruch empfindet, zeigt bei genauerer Überlegung, wie logisch die hier präsentierten Beobachtungen sind.

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