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Die Erde danach

Vera | Gabriele | Hella | Felix | Christiane | Gabi


Felix

„Da ist ein Haus aus ziemlich groben Steinen gebaut, roten, runden Steinen, ein bisschen erdig sieht das aus. Auch das Dach ist aus Erde, darunter Ziegel, dadrüber Gras. Ich muss mal drum herum gehen… das ist eher eine Erdhöhle, das ist gar kein Haus. Ich guck jetzt rein, aber ich kann noch gar nichts sehen. Das ist ganz schön niedrig! meine Augen sind direkt unter der Decke es ist eine Halbkuppel, ein Gewölbe, sieht aus, als guckten von oben Wurzeln durch, wie Moorrüben! Sonst ist es ganz glatt.

Jetzt geh ich rein. Da sind Borde, Küchenborde, ganz viele Schubladen übereinander, Töpfe, Schüsseln; Gemüse liegt da noch drin, Zwiebeln, Moorrüben, Paprika. Knoblauch und Rettich, Kartoffeln.
– Sind die in Tüten?
„Nein, die liegen da, die Schüsseln sind etwas verstaubt, übereinander gestapelt.“
– Gibt es einen Herd?
Ja, aber der ist offensichtlich nicht benutzbar. Ganz viele Blumen ranken alle runter: Ein alter Gasherd, da kann seit Ewigkeiten keiner mehr gekocht haben.“
– Wohnst du da?
„Weiß ich nicht, kenne das nicht, kann ich mir nicht vorstellen.“
– Wo ist denn der Gasanschluss?

„Kann man gar nicht sehen, ist alles so dreckig hier, eine alte Pfanne steht da, ganz fettig, schwarz. Eine Gasleitung sehe ich unter der Decke, mit einem Knoten drin, einer Acht. Sie kommt aus der Wand. Da ist ein Loch, da kommen Vögel rein, ganz viele, Tausende kleiner Vögel. Jetzt fliegen sie wieder raus, draußen ist es hell.“

– Kannst du die Sonne sehen?
„Ich seh‘ nur, dass es hell ist.
– Wenn du ein paar Schritte raus gehst, kannst du dann in die Sonne hochblicken?

„Ich seh‘ immer nach unten, irgendwie geht das nicht nach oben. Jetzt ist gar keine Sonne mehr da, wie Abend. Ein riesiges Tal ist da, ungeheurer grün, Berge, moosgrün, moosbewachsen.“

– Guck doch mal in die Richtung, aus der das Licht kommt.
„Komisch, es geht irgendwie schwer, nach oben zu gucken. Jetzt geht es. Jetzt hab ich einen Baum davor, der blendet das etwas ab, irgendwie mag ich nicht in die Sonne reingucken.“
– Wie hoch steht sie denn?
„Wie 10 Uhr morgens.“
– Kannst du sehen in welche Richtung sie läuft?
„Nach rechts, sie geht noch höher in den Himmel, da ist ein Weidengewächs davor. Jetzt kann ich schon den Rand der Sonne sehen, in der Mitte ist noch etwas davor, wie eine Sonnenfinsternis, nein …. doch!
Ich sehe die Sonne nie komplett, nur den Rand. Dann strahlt sie so, wie Kinder Strahlen malen, in der Mitte dieses Dunkle, als wenn eine Mark dran geklebt ist. Das ist die ganze Zeit so. Der Himmel ist nicht blau, sondern ein bisschen fahler, dreckig, etwas grün, gelb.“

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